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Lektion 3 von 8 · 5 Min. · +100 XP

Was ist eine Vertrauensperson, und wann sollten Kinder ihr etwas erzählen?

Eine Vertrauensperson ist ein Erwachsener, den ein Kind im echten Leben kennt und bei dem es sich sicher fühlt, zum Beispiel Eltern, Großeltern, eine Lehrerin oder ein Trainer. Kinder sollten ihr immer erzählen, wenn sich online etwas komisch oder gruselig anfühlt oder geheim bleiben soll. Hilfe holen ist mutig und bringt keinen Ärger.

▶ Probier es aus

Warum das wichtig ist

Manchmal ist online etwas komisch oder gruselig. Du suchst dir drei Erwachsene aus, denen du vertraust, und lernst: Erzählen ist mutig und bringt nie Ärger.

In 5 Minuten kannst du

  • Dein Vertrauensteam hat drei Erwachsene, die du in echt kennst.
  • Hilfe holen ist mutig. Du bekommst keinen Ärger.
  • Schlechte Geheimnisse darfst du immer erzählen.

Das übst du

  1. Bau dein Team

    Wer kann in dein Vertrauensteam? Wähle alle Erwachsenen aus, denen du vertraust.

    • Mama oder Papa 👪
    • Oma oder Opa 👵
    • Deine Lehrerin oder dein Lehrer 🏫
    • Deine Trainerin im Sportverein ⚽
    • Ein netter Fremder aus dem Spiel-Chat 🎮
    • Jemand, den du nur online kennst 💻
  2. Ein komisches Gefühl

    Ben spielt ein Online-Spiel. Hilf ihm, das Richtige zu tun.

    Spiel-Chat · Online-Spiel

    • Drache77: hey ben, du spielst echt gut!
    • Drache77: wo wohnst du eigentlich? 🏠
    • Drache77: das bleibt unser geheimnis, ok?
    1. Ben hat ein komisches Gefühl im Bauch. Was soll Ben tun?

      • Die Adresse schreiben
        Fast. Die Adresse bleibt im Rucksack. Ein Fremder braucht sie nicht.
      • Es geheim halten
        Fast. Das ist verständlich, aber ein Geheimnis, das sich schlecht anfühlt, darf man erzählen. Probier es nochmal.
      • Nicht antworten und Hilfe holen (Antwort)
        Super! Nicht antworten ist schlau.
    2. Chat mit Mama

      Ben geht zu seiner Mama. Was sagt er?

      • „Mama, im Spiel fragt jemand, wo ich wohne.“ (Antwort)
        Genau so! Das war richtig mutig.
        • Du: Mama, im Spiel fragt jemand, wo ich wohne. Das fühlt sich komisch an.
      • Nichts sagen, sonst gibt es Ärger
        Fast. Wer um Hilfe bittet, bekommt keinen Ärger. Mama hilft gern.
    • Mama: Danke, dass du es mir erzählst! Das hast du toll gemacht. 💛
    • Mama und Ben blockieren und melden Drache77 zusammen.
  3. Geheimnis-Check

    Gutes Geheimnis oder schlechtes Geheimnis?

    1. Ihr plant eine Überraschungsparty für Papa.

      • Gutes Geheimnis (Antwort)
      • Schlechtes Geheimnis
    2. Jemand online sagt: „Erzähl keinem von unserem Chat.“

      • Gutes Geheimnis
      • Schlechtes Geheimnis (Antwort)
    3. Du hast aus Versehen etwas Gruseliges gesehen.

      • Ich verstecke es.
      • Ich erzähle es einem Erwachsenen. (Antwort)
  4. Hilfe gibt es immer

    Egal, was online passiert ist: Es ist nicht deine Schuld, und es gibt immer jemanden, der hilft.

    🤝 Erzähl es deinem Team
    Geh zu einem deiner drei Erwachsenen. Kann der erste nicht helfen, probier den nächsten.
    📸 Zeigen statt löschen
    Zeig den Chat deinem Erwachsenen. Ihr könnt ihn zusammen sichern, blockieren und melden.
    📞 Hilfetelefone für Kinder
    Kannst du mit niemandem zu Hause reden? Kostenlose Hilfetelefone für Kinder hören dir zu und helfen.

Merk dir

Schlechte Geheimnisse darfst du erzählen. Dein Vertrauensteam steht immer auf deiner Seite.

Geheimnisse, die sich schlecht anfühlen, darf man erzählen.

Die wichtigsten Fakten

  • 18,1 % der 10- bis 15-Jährigen in England und Wales, die online gemobbt wurden, haben niemandem davon erzählt. · Quelle: ONS, Bullying and online experiences among children in England and Wales, Jahr bis März 2023 (veröffentlicht 2024)
  • 56,3 % der 10- bis 15-Jährigen, die online gemobbt wurden, haben es einem Elternteil erzählt. Eltern sind damit die häufigsten Ansprechpersonen. · Quelle: ONS, Bullying and online experiences among children in England and Wales, Jahr bis März 2023 (veröffentlicht 2024)
  • In Deutschland erreichen Kinder und Jugendliche die Nummer gegen Kummer unter 116 111 kostenlos und anonym, montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr. Die Online-Beratung per Nachricht geht jederzeit. · Quelle: Nummer gegen Kummer e. V., Kinder- und Jugendtelefon
  • Ein gutes Geheimnis wie eine Überraschungsparty macht froh und endet bald. Ein Geheimnis, das sich schlecht anfühlt oder das jemand online vor den Eltern geheim halten will, darf man erzählen.

Aktualisiert:

Häufige Fragen

Wer ist eine Vertrauensperson für ein Kind?

Ein Erwachsener, den das Kind im echten Leben kennt und bei dem es sich sicher fühlt, etwa Eltern, Großeltern, eine Lehrkraft, die Schulsozialarbeit oder ein Trainer. Jemand, den das Kind nur online kennt, ist nie eine Vertrauensperson.

Was ist der Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen?

Ein gutes Geheimnis wie eine Überraschung macht froh, und bald wissen es alle. Ein schlechtes Geheimnis fühlt sich schwer oder gruselig an, oder ein Erwachsener verlangt, es vor den Eltern zu verstecken. Schlechte Geheimnisse darf man immer erzählen.

Was sollten Eltern tun, wenn ihr Kind von etwas Online-Erlebtem erzählt?

Ruhig bleiben, dem Kind danken und klarmachen, dass es keinen Ärger bekommt. Sichern Sie die Nachrichten, blockieren und melden Sie das Konto gemeinsam und nehmen Sie das Gerät nicht zur Strafe weg.

Was kann ein Kind tun, wenn es zu Hause mit niemandem reden kann?

Es kann sich an eine andere Vertrauensperson wie eine Lehrkraft wenden oder kostenlos und anonym die Nummer gegen Kummer unter 116 111 anrufen.

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