KI-Verordnung (EU AI Act)
Die KI-Verordnung (AI Act) ist das KI-Gesetz der Europäischen Union. Sie teilt KI nach Risiko ein, verbietet einige schädliche Praktiken, setzt strenge Regeln für Hochrisiko-KI und verlangt Transparenz bei Chatbots und Deepfakes.
Die Verordnung ist seit 1. August 2024 in Kraft und gilt schrittweise. Verbote bestimmter Praktiken, etwa Social Scoring oder KI, die Menschen gezielt manipuliert, gelten seit 2. Februar 2025. Seitdem müssen Unternehmen und Organisationen, die KI anbieten oder einsetzen, auch Maßnahmen zur KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten ergreifen; seit Juli 2026 heißt es ausdrücklich, dass sie KI-Kompetenz fördern müssen, ohne ein bestimmtes Niveau zu garantieren.
KI wird nach Risiko eingeteilt: unannehmbar (verboten), hohes Risiko (etwa KI bei Bewerbungen, in der Bildung, bei Krediten oder wichtigen Diensten, mit Pflichten zu Tests, Dokumentation und menschlicher Aufsicht), begrenztes Risiko (Transparenz, etwa der Hinweis, dass man mit einem Chatbot spricht) und minimales Risiko (die meiste Alltags-KI).
Transparenzpflichten wie der Chatbot-Hinweis und die Kennzeichnung von Deepfakes gelten seit 2. August 2026. Mit dem „digitalen Omnibus“ (Verordnung (EU) 2026/1744) wurden die meisten Hochrisiko-Regeln auf Dezember 2027 bzw. August 2028 verschoben. In Deutschland überwacht die Bundesnetzagentur die KI-Verordnung und nimmt Beschwerden entgegen. Praktisch heißt das: Du sollst erfahren, wenn du es mit KI zu tun hast, und wichtige KI-Entscheidungen über dich brauchen menschliche Aufsicht.
Lern es in einer 6-Minuten-LektionWelche Regeln gelten für KI?je höher das Risiko, desto strenger die Regeln